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Der Bauernkalender kommt nach Österreich

Mit einer Totalauflage von 18'500 Stück (11'500 Girls, 7000 Boys) ist er der erfolgreichste Kalender der Schweiz.

Zum ersten Mal ist der Bauernkalender (www.bauernkalender.ch) mit der Prise Erotik nun in Österreich erhältlich – zum Spezialpreis von 25 Euro plus dem Porto der österreichischen Post. „Für 2011 ist gar eine original österreichische Ausgabe geplant“, verspricht Herausgeber Mike Helmy.

Auf der Seite www.bauernkalender.at können sich bereits jetzt Bauerntöchter, Bäuerinnen und Landwirte bewerben. Hier kann der österreichische Bauernkalender auch schon vorbestellt werden.

Mit seinen Plänen – der Bauernkalender soll in Salzburg eingerichtet werden – geht Helmy in Konkurrenz zum Jungbauernkalender. „Wir hatten schon immer ein sehr deutliches Profil und haben uns von Anfang an von allen anderen Kalendern unterschieden“, sagt der schweizerische Kleinverleger, „jetzt wird es Zeit, dass der Bauernkalender nach Österreich kommt.“

Dabei hat der Bauernkalender keine mächtigen bäuerlichen Organisationen im Rücken, sondern ist das Risikoprojekt eines Kleinverlages. So wie die Landwirtschaft ohne die kleinen Bauern nicht überleben kann, sind die kleinen und mittelgrossen Firmen das Rückgrat der Volkswirtschaft.

In der Schweiz stieg die Auflage des Bauernkalender binnen fünf Jahren von 5000 auf 18'500 Stück. Und heuer hat der Bauernkalender in den USA gar die Goldmedaille gewonnen als weltbester Kalender in der Kategorie „Glamour Photography“ der Calendar Marketing Association.

Die Austria-Ausgabe 2011 (www.bauernkalender.at) soll durch und durch österreichisch werden: Castings in den wichtigsten Bundesländern, österreichische Fotografen, und auch österreichische, bäuerliche Organisationen sollen einbezogen werden. Kommt es jetzt zum Krieg im Stall? „Nein“, sagt Verleger Mike Helmy. „Aber warum sollen die Fans von Bauernkalendern mit einer Prise Erotik nicht eine Auswahl haben? Möge der Beste gewinnen, ich sehe das von der sportlichen Seite.“

So entstand der Bauernkalender

Keine mächtigen Organisationen im Rücken - das Projekt eines Kleinverlages

Hergiswil NW / Schweiz.

Bauernkalender gibt es seitdem es Menschen gibt. Und 2005 entstand die Idee des Bauernkalenders mit der Prise Erotik. Warum sollten sich bloss Feuerwehrmänner und Krankenschwestern von ihrer schönsten Seite zeigen? Zu lange waren die Bäuerinnen und Bauern als stolze Berufsgruppe vernachlässigt gewesen. Dabei, was würden wir ohne sie tun? Ihre Arbeit besteht in der Umwandlung von Sonnenenergie, damit wir etwas zu essen kriegen. Und dennoch werden sie von links und rechts und von überall immer nur angegriffen. Zeit, etwas zur Imageverbesserung zu machen.

Mit den besten Wünschen für ein gutes Gelingen von Seiten des schweizerischen Bauernverbandes, aber auch der österreichischen Jungbauernschaft, entstand so der Bauernkalender, der sich doch bereits von Anfang an deutlich von allen anderen Kalendern unterschieden hat und von Anfang ein eigenes, starkes und anderes Profil aufwies - Verwechslungsgefahr ausgeschlossen.

«Die Bauernschaft leidet immer noch unter dem Vorurteil, dass sie eher konservativ und verklemmt ist», sagte Urs Schneider, stellvertretender Direktor des Bauernverbandes. «Da finden wir es gar nicht so schlecht, dass es dazu ein Gegengewicht gibt.» In der Realität sei das Landvolk nun mal eher aufgeschlossen, innovativ und zeitweise sogar sehr unorthodox. Und Mediensprecher Roland Furrer: «Wir stehen dem erotischen Bauernkalender positiv und wohlwollend gegenüber.»

In Partnerschaft auch mit der Zeitung Schweizer Bauer ist der Bauernkalender heute aus der schweizerischen Landwirtschaft nicht mehr weg zu denken. Die Auflage beträgt inzwischen 18'500 Stück - begonnen hat es 2005 mit 5000 Exemplaren!

Auch Ex-Bundesrat Joseph Deiss wünschte dem Bauernkalender viel Glück.

Bereits in kurzer Zeit hat der Bauernkalender deutlich zur Verbesserung des Images der Landwirtschaft beigetragen. Unter anderem ist das daran ersichtlich, dass das Interesse für landwirtschaftliche Berufe bei Jungendlichen gestiegen ist.

Es wird in der Schweiz wohl über kein Printprodukt soviel berichtet wie über den Kalender.
Es mag drei Gründe für das grosse Echo geben: Der Kalender bricht mit dem Tabu der bodenstämmigen Bäuerin, zudem sind Bäuerinnen als romantische Projektionsflächen eine lange vernachlässigte Gruppe, und letztlich bedient der Kalender Sehnsüchte nach einer heilen Welt.

Anders als bei seinen Nachbarn, wo das Projekt von mächtigen Bauernorganisationen getragen wird, ist der Bauernkalender das private Risikoprodukt eines Kleinverlages; er wird von niemandem subventioniert.

Im Gegenteil: 2006, 2007, 2008 und 2009 haben zwei Kinderorganisationen, die Stiftung für Landwirtschaft und Behinderte sowie Terre des Hommes vom Bauernkalender ei
ne Spende bekommen.

Das meinen unsere Käufer zum schweizerischen Bauernkalender.

Wer macht sonst noch Kalender? Hier lesen Sie über andere Projekte
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